Philatelie in Namibia
Die Reise fängt Ende Oktober 2008 in Windhoek an.
Einige Kollegen redeten über Namibia beim 100-jährigen Jubiläum von Heinrich Köhler in Wiesbaden; Wolfgang Maassen über das Postmuseum in Windhoek, Günter Bechtold über das Mineralien Museum in Tsumeb, mit u.a. alten Waffen und in einem Kämmerlein hinten, eine schöne philatelistische Ausstellung.
Also, das möchten wir selbst mal sehen.
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Bild 2 Die Briefe von alle Richtungen kamen im Bahnhof an, also erst zum Bahnhof Windhoek. |
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Alte Schmalspur-Züge stehen auf Gleisen vor dem Bahnhof. Die Bahn wurde vom Kaiserlichen Eisenbahnkommando von einer Brigade in 1902 gebaut. Nach Fertigstellung verkürzte sich die Reisedauer von zehn Tage auf drei Tage und später auf zwei Tage, mit Übernachtung in Karibib.
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Die erste Bahnspur war nur 60 cm breit, gebaut mit Gleisen aus Vorräten des Kaiserlichen Heeres. Die Loks nicht so stark und die Ladung schwer, deshalb wurden oft zwei Loks vor den Wagen gesetzt, die mit 14 km in der Stunde von Swakopmund nach Windhoek rasten.
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Wir finden im Bahnhof alte Erinnerungen an deutsche, englische und süd-afrikanische Zeiten.
Erstens sehen wir die Deutsche Schrift auf einem Schild mit Abfahrt und Ankunftszeiten. Im
Bahnhofsmuseum Fahrpläne aus 1902, 1905 und 1914.
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In der Empfangshalle befindet sich noch ein schöner Schalter, an dem man nebst Fahrbillets auch Briefmarken kaufen konnte.
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Die Fassade vom Postamt Windhoek, aber kein Postmuseum, das existiert nicht in Windhoek. Im Zentrum finden wir ein Geschäft wo man die seit 1990 ausgegebenen Briefmarken kaufen kann. Viel Geduld muss man haben, wenn man tatsächlich Marken aus alten Zeiten erwerben möchte.
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Wir fliegen nach Luederitz. Es war ein Deutscher Handelsmann, Adolf Luederitz, der 1883 die Bucht Angra Pequena von einem Nama Häuptling kaufte und seit 1914 als Stadt in Deutsch Südwest- Afrika bekannt ist.
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In Luederitz steht noch ein verlassenes altes Posthaus; das neue Postamt ist groß und hat einen philatelistischen Schalter.
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120 km östlich von Luederitz liegt an der Bahn die kleine Ortschaft Aus. Wir machen ein Bild vom netten Postamt mit doppelter Telefonzelle im Sand und Schild "Briewebus".
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Nach vielen Umwegen kommen wir wieder in die bewohnte Welt, Swakopmund, die drittgrößte Stadt von Namibia.
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Wir sehen Briefmarken ohne Wertangabe aber mit Text: Postcard rate. Sehr praktisch, da man umgeben ist von Staaten, in denen die Inflation regiert. ( z.B.Zimbabwe) Übrigens, die Marke wird in Haarlem NL bei Enschedé und Söhne gedruckt. Ein Auslandsbrief wird mit 4,60 Dollar frankiert, nur 0,40 €.
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Im Zentrum von Swakopmund finden wir zwischen Möbelgeschäften, Apotheken und Buchhändlern ein Philatelie-Geschäft, wo die Kaufwaren ausgestellt sind. Ein altes Postamt existiert nicht mehr, dafür ist ein neues großes Kommunikations-Gebäude entstanden.
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Das wichtigste Ziel unserer Reise ist Tsumeb eine Minenstadt, besonderes das Mineralien Museum oder Mineral Gallery. Ein herrliches Gebäude aber ausgeräumt. Wir haben durch alle Fenster gesehen, aber es gab nur leere Schauräume.
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Das Tsumeb Museum ist in der früheren Deutsche Privat Schule untergebracht, die im Jahre 1915 erbaut wurde. Die Ausstellung ist noch nicht ganz fertig. Es werden noch Wegweiser aufgestellt, manche Schaufenster sind noch leer, aber das wichtigste ist, oft ohne Erklärungs- Schilder, schon ausgestellt.
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Erstens eine kurze Geschichte: Im Otjikoto See, 24 km von Tsumeb entfernt, gibt es zwischen 33 und 90 m Stalaktiten in der dunklen Tiefe. Deutsche Schutztruppen und Unions-Truppen nutzten während des ersten Weltkrieges diesen See als Müllhalde und Versteck ihrer Waffen zugleich, als sie sich aus dem Gebiet zurückziehen mussten. Einige dieser Waffen, Kanonen und Munition sind im Tsumeber Museum im Khorab Raum und in der "Alten Feste" in Windhoek zu besichtigen.
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Der Postbote besorgte Pakete als wir ihn sahen.
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Im Postmuseum hängt beim Eingang ein Posthausschild aus Gusseisen und im Briefmarkenzimmer einer aus emaillierten Eisen.
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Im Khorab Raum liegt ein Feldpostbrief vom ersten Weltkrieg und Briefe vom Internierungslager bei Aus.
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Wir besuchten das Internierungslager und stellten fest, dass die bronzene Plakette gestohlen worden war. Beim Commonwealth Friedhof, wo viele Internierte begraben liegen entdeckten wir ein Grab von Vorfahren: J.C. Vermeulen aus 1915
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Dann sahen wir endlich die Sammlung, im letzten Raum, wirklich sehr die Mühe wert, der Philatelieraum und eine Sammlung gestiftet von Herrn Detlef Glockmann aus dem Elsass. Diese spiegelt die Zeitgeschichte des Landes 1885 bis vor kurzem wieder. Einige Aufnahmen um einen Eindruck zu geben sind hier abgebildet.
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